Ein Abend im Zeichen der 44!

Ein Abend im Zeichen der 44!

Auch in der Jubiläums-Kampagne 2017/2018 brachte der KCC Eschollbrücken-Eich unter dem Motto „In 44 Jahren gab’s viel zu seh‘n, Narretei und Weltgescheh’n“ wieder drei überaus gelungene Kostümsitzungen auf die Bühne – mit vielen Programmpunkten, die so oder so ähnlich schon einmal zu sehen oder zu hören waren.

 

Den Anfang machten 15 Vertreter aus verschiedenen Abteilungen des KCC, die mit ihrem Tanz „Happy“ das Publikum aufs Feiern einstimmten. Die beiden Sitzungspräsidenten Jens Heist und Udo Stoye verkörperten kostümtechnisch zusammen die Zahl, die im Mittelpunkt des Abends stand und führten gewohnt launig durch das Programm. Nach der Begrüßung der Gäste durch die 1. Vorsitzende, Heike Graf, fand der Pfungstädter Bürgermeister Patrick Koch lobende Worte für den KCC, den er sehr gerne als Schirmherr durch die Jubiläumskampagne begleitet hatte. Die Jugendgarde zeigte mit Zopfperücken und Kostümen „von früher“ mit ihrem Marsch, wie ein Gardetanz vor 44 Jahren aussah und „die Till des KCC“, Ann-Kristin Thill, hielt auf ihre unnachahmliche Weise dem Publikum den Narrenspiegel vor. Natürlich wurde auch das wichtigste lokalpolitische Thema des letzten Jahres – Shark-City – in ihrem Protokoll aus Narrensicht kommentiert. Die Kinderschautanzgruppe „Speedys“ entführte die Gäste in tollen  Kostümen als Ernie und Bert, Krümelmonster oder Oscar in der Tonne in die Gründungszeit des KCC Anfang der 70er Jahre, als auch die „Sesamstraße“ erstmals über die deutschen Bildschirme flimmerte. Premiere in der Bütt hatte danach das KCC-Elferratsmitglied Andreas Rügner. Schauspielerisch gekonnt verkörperte er einen Ehrengast, der, „weil‘s ja nix kost‘, einen sehr alkohol-lastigen Abend auf einer Sitzung verbrachte. Danach wiesen die Tänzerinnen der „White Diamonds“ überzeugend darauf hin, wie die Zeit vergeht und trotz Handy und Internet das „leben, lieben und lachen“ nicht verloren gehen sollte. Die langjährige Sitzungsband des KCC, „Richie’s Twins“ animierte das Publikum jubiläums-gerecht mit alten und aktuellen Fastnachts-Hits zum Schunkeln und Mitsingen. Einen Generationenwechsel gab es bei den Garde-Solos. Isabell Opper, die viele Jahre mit ihren Garde- und Schau-Solotänzen glänzte, wird sich in Zukunft auf ihr Amt als Trainerin konzentrieren. Mit Luisa Preuß ist eine talentierte Nachfolgerin „nachgewachsen“, die als neues Garde-Solo des KCC die Zuschauer ebenso begeistern wird.

Nach der Pause bot die auf nun 11 Mitglieder angewachsene Trommlergruppe „Schlagfertig“ einen Augen- und Ohrenschmaus im Schwarzlicht und Pia Roth berichtete als Punkerin witzig, aber auch kritisch, von ihrem Leid mit Eltern, die zwar viel Geld, aber wenig Zeit für ihren Nachwuchs haben. Langjährige Gäste des KCC erinnern sich sicher an den Auftritt der „Nonnen“ mit Sister-Act, der von der Schautanzgruppe „Glämmer Lämmer“ in die heutige Zeit geholt und tänzerisch gekonnt modern interpretiert wurde. Tine Berz-Sehnert in ihrer Rolle als „Aische aus Hahn“ und die Sitzungspräsidenten brachten mit live gesungenen Schlagern zusammen mit dem Elferrat den Saal zum Toben. Anschließend schlüpfte Klaus Poth in seine Traditionsfigur, den „Tschambes“, und erzählte Witziges, bevor Charly Vetter und Andreas Mayer, die singenden Maler, dem KCC ein Geburtstagsständchen brachten und sich als Bofrost-Vertreter und Lewwerworscht-Liebhaber outeten. Eine moderne, tänzerisch anspruchsvolle Polka zeigte die KCC-Tanzgarde – was Jasmin Heist dazu inspirierte, in der Rolle eines Tanzmariechens von ihren Erfahrungen beim Einstudieren eines solchen Tanzes zu erzählen. Mit diesem, von äußerst lustigen artistischen Einlagen begleiteten Vortrag, begeisterte sie einmal mehr das Publikum zu später Stunde und verabschiedete sich gleichzeitig nach zwanzig außergewöhnlich erfolgreichen Jahren zum großen Bedauern aller von der Bühne. Aber auch sie bleibt dem KCC als „Trainerin der Redner“ glücklicherweise erhalten. Das KCC-Männerballett „Diediewomitdewutzdanze“ rief mit einer mitreißend getanzten Zeitreise schließlich die Mode, die Musik und die Tanzstile der letzten 4 Jahrzehnte noch einmal in Erinnerung.  Mit dem KCC-Finalsong „Ein Hoch auf uns“ verabschiedeten sich dann alle Akteure von der Bühne, um noch so richtig jubi-mäßig die ganze Nacht weiter zu feiern.